Wir stellen vor: unsere neue Programmdirektorin Jana Hornberger

Was hat dich daran gereizt, die Rolle der Programmdirektorin bei Leadership Brandenburg zu übernehmen? 

Ich liebe es, Menschen in Lernprozessen zu egleiten undRäume der Begegnung und des Erfahrungslernens zu gestalten. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spaltung zunimmt und viele Debatten immer unversöhnlicher geführt werden, wird die Fähigkeit zur Zusammenarbeit über Unterschiede hinweg wichtiger denn je. Mich reizt genau diese Spannung zwischen Konflikt und Kooperation: Wie können Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Erfahrungen und Interessen miteinander in Beziehung kommen und gemeinsam neue Wege entwickeln? 

Leadership Brandenburg hat mich deshalb sofort überzeugt. Der Ansatz, Führungskräfte aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in einem Programm, welches die unmittelbare Erfahrung und das Kennenlernen unterschiedlicher gesellschaftlicher Perspektiven in den Mittelpunkt stellt, zusammenzubringen gefällt mir sehr gut und ist meiner Ansicht nach in aktuellen Zeiten wichtiger denn je. 

Die Rolle der Programmdirektorin verbindet vieles, was meine Arbeit ausmacht: Prozesse gestalten, Menschen in Lern- und Entwicklungsräumen begleiten und gleichzeitig Organisationen strategisch mitentwickeln. Besonders spannend finde ich die Möglichkeit, Leadership Brandenburg gemeinsam weiterzuentwickeln und neue Impulse für eine zukunftsfähige Führungskultur zu setzen. 

Welche Erfahrungen aus deinem bisherigen beruflichen Weg bringst du in die Arbeit mit unserem Jahresprogramm ein? 

Ich bringe langjährige Erfahrung in der Begleitung von Einzelpersonen, Teams und Gruppenprozessen mit – insbesondere an den Schnittstellen von Führung, Diversität, Konfliktbearbeitung und gesellschaftlicher Transformation. Dabei habe ich mit sehr unterschiedlichen Organisationen, Kontexten und Menschen gearbeitet und gelernt, auch in komplexen oder spannungsvollen Situationen tragfähige Räume für Austausch und Zusammenarbeit zu gestalten. 

Geprägt hat mich besonders meine Arbeit und Ausbildung im Bereich der internationalen Friedens- und Konfliktarbeit. In meinen 20ern habe ich mehrere Jahre in Lateinamerika verbracht und in Kontexten der Friedens- und Menschenrechtsarbeit gearbeitet. Die zentrale Frage dahinter begleitet mich bis heute: Wie kann gemeinsames Handeln gelingen – auch unter unterschiedlichen Voraussetzungen, Perspektiven und Interessen? 

Mein Studium der Friedens- und Konfliktforschung hatte dabei von Anfang an einen starken Praxisbezug. Neben theoretischen Perspektiven standen Selbsterfahrung, Prozessbegleitung und das Arbeiten mit Gruppen im Mittelpunkt. Diese Verbindung aus gesellschaftspolitischem Blick, praktischer Facilitation und organisationaler Entwicklungsarbeit prägt meine Arbeit bis heute. 

Hinzu kommt eine Biografie, die schon früh durch Reisen und Begegnungen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten geprägt war. Dadurch bringe ich eine hohe Offenheit für verschiedene Perspektiven und Kontexte mit – und die Fähigkeit, Menschen sowohl in ihrer professionellen Rolle als auch auf menschlicher Ebene zu begegnen. 

All diese Erfahrungen fließen heute in meine Arbeit bei Leadership Brandenburg ein. 

Was zeichnet aus deiner Sicht gutes Leadership heute aus? 

Gutes Leadership beginnt für mich mit der Fähigkeit zur Selbstreflexion. Hier geht es um Fragen wie „Wer bin ich in meiner Rolle? Was treibt mich an? Wie möchte ich Menschen begegnen und Verantwortung gestalten?“ 

Wer sich selbst gut kennt, kann klarer, authentischer und bewusster führen. Dazu gehört auch, die eigenen Unsicherheiten, Prägungen und Grenzen zu kennen – und berührbar zu bleiben. 

Ebenso wichtig ist für mich die Fähigkeit, mit Widersprüchen und Komplexität umzugehen. Führung bedeutet heute oft, unterschiedliche Perspektiven, Bedürfnisse und Realitäten gleichzeitig im Blick zu behalten, ohne vorschnell einfache Antworten zu suchen. Dafür braucht es Ambiguitätstoleranz, also die Fähigkeit, Spannungen auszuhalten und handlungsfähig zu bleiben. 

Und schließlich hat Leadership für mich immer auch eine gesellschaftliche Dimension. Führung findet nicht losgelöst statt, sondern in einem größeren sozialen Kontext. Deshalb ist die Frage zentral: Welche Kultur leben wir in unseren Organisationen – und welchen Beitrag leisten wir damit für das gesellschaftliche Miteinander? 

Welche Impulse möchtest du den Teilnehmenden im kommenden Jahresprogramm besonders mitgeben? 

Ich glaube, dass echte Begegnung Veränderung ermöglichen kann. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen aufeinandertreffen und bereit sind, voneinander zu lernen, entstehen oft neue Sichtweisen auf Führung, Zusammenarbeit und gesellschaftliche Verantwortung. 

Mich interessiert dabei besonders der Moment der produktiven Irritation – also dort, wo Gewissheiten ins Wanken geraten und somit echte Entwicklung möglich wird. Genau dafür möchte ich im Jahresprogramm Räume schaffen & begleiten: für Begegnung auf Augenhöhe, Perspektivwechsel und ein erweitertes Verständnis davon, was Führung heute bedeuten kann. 

Worauf freust du dich persönlich in deiner neuen Rolle am meisten? 

Ich freue mich besonders darauf, das Jahresprogramm gemeinsam mit den Teilnehmenden mit Leben zu füllen und zu erleben, welche Dynamiken, Gespräche und Impulse daraus entstehen. Gerade wenn Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen zusammenkommen, entstehen oft unerwartete Perspektiven und neue Ideen. 

Und ich freue mich darauf, Brandenburg dabei noch einmal neu kennenzulernen – durch die Menschen, Orte und Geschichten, die dem Programm begegnen werden. 


Achtung, Terminänderung! Sommerfest am 03. September 2026 - Einladung an Mitglieder, Alumni und Freunde von Leadership Brandenburg!

10 Jahre Leadership Brandenburg: Feiert mit uns über den Dächern Potsdams!

Ein Jahrzehnt trisektoraler Austausch, starke Netzwerke und gemeinsame Impulse – das muss gefeiert werden!
Wir laden Mitglieder, Alumni und Freunde des Vereins herzlich zu unserem großen Jubiläums-Sommerfest am 03. September 2026 ein. Dieses Jahr erwartet uns alle ein ganz besonderes Highlight: Wir feiern gemeinsam auf der Dachterrasse des Brandenburger Landtages.

Freut euch auf kühle Getränke, gute Gespräche und den besten Blick über die Stadt. Da die Plätze auf der Terrasse begrenzt sind, bitten wir um eine rechtzeitige Rückmeldung.

Seid ihr dabei? Hier geht’s direkt zur Anmeldung und allen Details


Susan Kirch

Liebe Mitglieder, liebe Alumni und Partner,

Susan Kirch
2026 feiern wir unser zehnjähriges Jubiläum – ein Jahrzehnt gemeinsamer Arbeit für starkes, sektorübergreifendes Leadership in Brandenburg. Diesen Meilenstein nehmen wir zum Anlass, um die operative Arbeit des Vereins für die Zukunft auf ein neues, verstetigtes Fundament zu stellen.  

Die rechtlichen und organisatorischen Anforderungen an uns als Verein sind gewachsen. Der Vorstand hat daher die Entscheidung getroffen, die Leitung des Jahresprogramms künftig nicht mehr über ein externes Honorarmandat, sondern in einer internen Festanstellung abzubilden. Da dieses Modell mit der umfassenden freiberuflichen Tätigkeit unserer bisherigen Programmdirektorin Susan Kirch nicht vereinbar ist, haben wir uns darauf verständigt, die operative Zusammenarbeit zu beenden.

Susan hat Leadership Brandenburg von der ersten Stunde an maßgeblich mit aufgebaut. Sie hat das Jahresprogramm über viele Jahre mit unermüdlichem Einsatz, inhaltlicher Klarheit und extrem viel Herzblut etabliert und geprägt. Dafür gebührt ihr unser größter Dank und unser tiefster Respekt. Dass unser Netzwerk heute so lebendig ist, ist zu einem großen Teil ihr Verdienst.

Susan hinterlässt ein starkes, gewachsenes Fundament. Darauf aufbauend machen wir nun den Weg frei für eine neue Programmleitung, die die kommenden Jahre von Leadership Brandenburg mit eigener Handschrift und frischen Impulsen gestalten wird. Die entsprechende Stellenausschreibung werden wir in Kürze veröffentlichen.

Wir danken Susan von Herzen für ein herausragendes Jahrzehnt der Pionierarbeit. Wir würden uns sehr freuen, wenn sie unserem Verein auch künftig als Mitglied verbunden bleibt, und wünschen ihr für ihre eigenen Projekte und ihren weiteren Weg alles erdenklich Gute.  


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