
Corporate Influencer oder Privatperson? Unter dieser Frage stand unser Leadership Spotlight am 1. Oktober 2026. Alumni der letzten beiden Jahrgänge unseres Jahresprogramms waren beim Rundfunk Berlin-Brandenburg zu Gast und haben sich damit beschäftigt, wie sichtbar Führungskräfte in sozialen Medien sein sollten und was sie brauchen, um sich zu schützen. Für den rbb gehört Sichtbarkeit zum Kerngeschäft. Das machte ihn zum passenden Gastgeber.
Ein Sender im Wandel
Nicole Küchler-Stahn, Verwaltungs- und Betriebsdirektorin des rbb, begrüßte uns und führte in den Tag ein. Sie schilderte offen, vor welchen Herausforderungen der Sender steht. Wie alle öffentlichen Einrichtungen arbeitet der rbb unter Kostendruck, mit Reorganisation und Einsparungen, und soll dabei die Leistungsfähigkeit des Programms sichern. Hinzu kommt ein veränderter Medienkonsum: Mediatheken, lineares Fernsehen und die Ausspielung von Inhalten über Drittanbieter stehen nebeneinander.
Wer bin ich, wenn ich online bin?
Den inhaltlichen Auftakt machte Anna-Mareike Krause, Leiterin des Bereichs Digitale Entwicklung und Strategie, mit einem Impuls zu „Sichtbarkeit in Social-Media-Kanälen – Chancen und Risiken und was bedeutet das für mich als Führungskraft?“. Sie lud uns ein, das eigene Rollenverständnis zu überprüfen. Wann bin ich als Privatperson unterwegs, wann in meiner Funktion, und wo überschneiden sich beide Rollen? Welche Bedeutung haben Corporate Influencer für Unternehmen, auch mit Blick auf Glaubwürdigkeit? Unsere Runde bringt sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Social Media mit, und so wurde daraus ein Austausch, bei dem jede und jeder etwas mitgenommen hat.









Live dabei bei Antenne Brandenburg
Danach ging es hinter die Kulissen. Thomas Vogel führte uns durch die Redaktion von Antenne Brandenburg und ins Studio. Wir haben in der laufenden Sendung erlebt, wie Programm entsteht und wie der Sendefluss aufrechterhalten wird. Das Team arbeitet derzeit unter besonderen Bedingungen: Das Hauptstudio wird im laufenden Betrieb umgebaut, gesendet wird aus einem Ersatzstudio. Mit dem Umbau zieht zugleich modernere Technik ein. In der Mittagspause blieb Zeit, sich unter Alumni auszutauschen und den Vormittag nachwirken zu lassen.
Wenn Sichtbarkeit zur Angriffsfläche wird
Am Nachmittag berichtete Eva Horn, No-Hate-Beauftragte und Social-Media-Koordinatorin des rbb, über ihre Arbeit. Werden Mitarbeitende online mit Hass oder Angriffen konfrontiert, berät und unterstützt sie sie dabei, sich zu wehren. Der rbb stellt sich damit schützend vor seine Leute und lässt sie bei einem Shitstorm nicht allein. Das ist die Kehrseite der Sichtbarkeit, über die wir am Vormittag gesprochen hatten, und für uns einer der wichtigsten Gedanken des Tages.
Im Studio von Brandenburg aktuell
Zum Abschluss besuchten wir im Fernsehhaus das Studio von Brandenburg aktuell. Beeindruckt hat uns die moderne Technik, die Wandelbarkeit des Studios und das Zusammenspiel zwischen Regieraum und Studio. Mit Redaktionsleiter Dirk Platt sprachen wir darüber, wie die Sendung entsteht und wie man reagiert, wenn aktuelle Ereignisse hereinbrechen und das Programm kurzfristig angepasst werden muss. Auch die eine oder andere Anekdote aus dem Sendealltag war dabei.
Dank
Es war ein rundum gelungener Tag mit einem seltenen Blick hinter die Kulissen und neuen Impulsen für die eigene Führungsarbeit. Unser Dank gilt allen beim rbb, die sich Zeit für uns genommen haben, und besonders unserer Alumna Sandra Fritsch, Leiterin des rbb-Studios Cottbus, die diesen Tag organisiert und möglich gemacht hat.
